Was Sie beim Arbeiten mit FTP beachten sollten


Wenn Sie Ihre WWW-Seiten (oder auch Grafiken oder CGI-Scripte) per FTP auf den WWW-Server aufspielen, beachten Sie bitte folgendes:


Groß- und Kleinschreibung von Dateinamen, Leerzeichen

Während sich die Dateinamen INDEX.HTML und index.html unter DOS, Windows und auf Macintosh-Rechnern auf deselbe Datei beziehen (die könnte auch in gemischter Groß- und Kleinschreibung sein, z.B. Index.Html), ist das auf einem UNIX-Server nicht der Fall.

Wenn Sie also eine Datei INDEX.HTML in Ihre WWW-Verzeichnis aufspielen, wird der WWW-Server sie nur als www.ihredomain.de/INDEX.HTML finden, nicht aber als www.ihredomain.de/index.html. Das Ärgerliche daran ist, daß Sie diesen Effekt nicht auf einer Windows- oder Macintosh-Maschine austesten können, das Problem tritt erst auf dem WWW-Server auf.
Wir empfehlen Ihnen daher, sehr genau auf die richtige Schreibweise der Dateinamen in Verweisen zwischen Ihren WWW-Seiten bzw. zu Grafiken zu achten! Die beste Lösung ist unseres Erachtens allerdings, generell nur Kleinschreibung für alle Dateien zu verwenden. Das funktioniert auf allen Plattformen. Gute FTP-Programme ermöglichen es, die Dateinamen während der FTP-Übertragung alle in Kleinbuchstaben zu wandeln (bei WS_FTP 4.5 finden Sie diese Option in Options/Session/Force Lowercase Remote Names.

Noch ein Hinweis zu Leerzeichen in Dateinamen: Auf Win32-, UNIX- und Macintosh-Systemen dürfen Dateinamen auch Leerzeichen enthalten. Manche HTML-Editoren (z.B. Frontpage) erlauben auch, Grafiken oder andere Dateien zu erstellen, deren Dateinamen Leerzeichen enthalten. Diese Dateien werden aber auf dem WWW-Server nicht gefunden, denn: In WWW-Adressen (URLs) dürfen keine Leerzeichen enthalten sein, folgende Adresse ist also falsch:
www.ihredomain.de/Unser Unternehmen/index.html


Text- und Binärübertragung

Die meisten FTP-Clients ermöglichen Ihnen, zwischen Text- und Binärübertragung zu wählen, wenn Sie Dateien zwischen Ihrem Rechner und dem WWW-Server kopieren. Das hat folgenden Grund: Auf UNIX- und Macintosh- Systemen werden Zeilenumbrüche durch ein Zeichen mit ASCII-Code 10 ausgedrückt, auf DOS/Windows-System durch zwei Zeichen: ASCII 13 und ASCII 10. Der Textmodus wandelt bei der FTP-Übertragung die Zeilenumbrüche einfach nur richtig um.

Wir empfehlen Ihnen aber, nur bei CGI-Scripten den Textmodus einzuschalten, der PERL- Interpreter auf dem WWW-Server kann beispielsweise nicht mit DOS-Zeilenumbrüchen umgehen. Für HTML-Seiten bewirkt die Konvertierung nur eine geringe Abnahme der Dateigröße. Bei Grafiken und anderen Binärdaten führt der Textmodus sogar zur Zerstörung der Dateien, daher verwenden Sie am besten sonst immer den Binärmodus.

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